Pflanze des Monats

 

Schwarzer Holunder (Sambucus nigra)

 

Der schwarze Holunder oder auch Holler genannt, ist eine der ältesten bekannten Nutz- und Heilpflanzen. Der Holunder wird auch als des Bauers Apotheke bezeichnet. Er wurde oft als Hausbaum neben Bauernhäusern, Ställen und Scheunen gepflanzt und galt als Baum der Frau Holle. Sie galt als Schutzpatronin für Menschen, Tiere und Pflanzen. So lange die Menschen an Frau Holle glaubten, war es verboten einen Holunderbaum zu fällen, denn dies würde mit Krankheit und Tod bestraft.

Der schwarze Holunder wächst als mehrstämmiger Strauch oder als kleiner Baum und wird bis zu 7 Meter hoch. Von Natur aus wächst der auf frischen bis feuchten nährstoffreichen Böden, locker und breitbuschig. Die Äste sind hohl und mit weißem Mark gefüllt. Die Blätter sind unpaarig gefiedert. Aus den Blättern wurde traditionell eine Salbe hergestellt, die bei Erfrierungen helfen soll. Außerdem wurden die Blätter in die Apfelkisten gelegt, damit sollen die Äpfel länger halten.

Die weißen Blüten, die in diesem Jahr sehr zeitig dran sind, duften sehr stark und angenehm. Die vielen winzigen Einzelblüten sind in bis zu 20cm große Schirmrispen zusammengefasst. Die getrockneten Holunderblüten  werden gerne als Tee bei Erkältungen, Fieber und Schüttelfrost eingesetzt, da sie eine schweißtreibende Wirkung haben und wohltuend für die Atemwege sind.

Die Holunderbeeren kann man im September ernten. Sie sind schwarz glänzend und haben einen Durchmesser von 3-5 mm. Die Beeren haben einen hohen Gehalt an Anthocyanen, die antioxidativ wirken und das Immunsystem stärken.

In alten Zeiten wurde im Herbst aus den Beeren eine Holundersuppe zubereitet, die auf den Winter vorbereiten sollte.

Die reifen Holunderbeeren bitte nicht roh verzehren, da es durch das Lectin, dass in den Samen enthalten ist zu Übelkeit und Erbrechen kommen kann. Rohe Blüten und gekochte Beeren sind jedoch unbedenklich.